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Chuck Palahniuk - Die Kolonie
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boris



Beiträge: 10136

Titel: Chuck Palahniuk - Die Kolonie
Verfasst am: Di, 27 Okt 2009, 23:13
Beitrag
Antworten mit Zitat

Chuck Palahniuk - Die Kolonie

Im Original "Haunted" genannt, geht es in "Die Kolonie" um eine Gruppe von Schriftstellern, die in Klausur den Roman ihren Lebens schreiben sollen.

Buchrücken:

Zitat:
Das Paradies für Autoren: drei Monate ohne Verpflichtungen, ohne störenden Kontakt zur Außenwelt. Der Ort: Eine Künstlerkolonie, Refugium und Oase zugleich. Einzige Auflage: das Verfassen eines Meisterwerks.
Eine Verlockung, der siebzehn Autoren folgen.
Die Wirklichkeit: Die Kolonie ist ein altes Kino. Ohne fließend Wasser, Heizung oder Nahrung. Und ohne Fluchtmöglichkeit.
Drei Monate und eine Aufgabe: Überleben!

Die o.a. Geschichte bildet die Rahmenhandlung für ein Gedicht über und eine (manchmal mehrere) Stories eines Autors / einer Autorin. Alle Personen tragen Künstlernamen, die etwas mit ihrer Person zu tun haben, z.B. "Der Killerkoch" oder "Miss Rotz".
Die Kurzgeschichten der Teilnehmer sind meist recht gut, nehmen sich in einem Rundumschlag einiges vor, z.B. Medien oder die Schickeria. Einige Ideen sind wirklich gut, z.B. "Die Albtraumbox", andere dagegen eher mäßig.

Alles in allem funktioniert das Buch aber nicht. Es wird alles ein bißchen angeschnitten, jedes Thema kommt auf die Bühne, und Palahniuk spart (wieder einmal) nicht mit Fakten - dieses Mal übertreibt er es allerdings. Denkt man bei den ersten Stories noch: "Wow, was muß der recherchiert haben.", wird das Fakten-Gekloppe schnell zum Selbstzweck, so daß man irgendwann fast gelangweilgt angeekelt liest, was mit einem Menschen passiert, der in kochendes Wasser fällt oder wie ein menschlicher Körper von Maden zersetzt wird.
Auch treten zuviele Personen auf, niemand kann 17 verschiedene Charaktere im Kopf behalten, und so stolpert man zwar immer wieder über die Namen, bekommt aber trotzdem nicht genug mit, um sich ein stimmiges Gesamtbild ausmalen zu können und zerfranst alles nur noch mehr.

Insgesamt eine nette Idee, aber die Rahmenhandlung ist zu hölzern, hier geht es ruckzuck über Selbstverstümmelung zum Kannibalismus, aber irgendwie wirkt es platt, effektheischend.
Als Kurzgeschichtensammlung hätte das Buch besser funktioniert, so wäre das krampfhafte Zusammenhalten durch die löchrige Haupthandlung weggefallen. Hätte Palahniuk dann noch einige der Stories wegen Belanglosigkeit weggeworfen, hätte es ein gutes Buch werden können.

So aber keine Empfehlung.


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