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Film: Passengers
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boris



Beiträge: 10669

Titel: Film: Passengers
Verfasst am: Fr, 24 Jun 2022, 20:59
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Passengers (2016)

Story: Das Raumschiff "Avalon" ist mit 5000 Siedlern auf dem Weg von der Erde zur Koloniewelt "Homestead II", die dort sesshaft werden sollen. Der Mechaniker Jim erwacht aus dem Hyperschlaf und bemerkt schnell, dass ein Fehler passiert sein muss, denn die Ankunft auf der neuen Heimat liegt nicht vier Monate in der Zukunft, sondern 90 Jahre. Ein Kontakt mit der Erde ist nicht möglich, er verzweifelt mehr und mehr und spielt mit dem Gedanken, jemanden aus dem Hyperschlaf zu wecken, um Gesellschaft zu haben - die er dadurch aber zum Tod verurteilen würde, denn die Rückkehr in den Schlaf ist nicht möglich.

Ein SciFi-Film mit interessanter Prämisse und hervorragender Optik. Keinen Moment lang sieht man dem Film an, dass man nur einen Film sieht bzw. ein aufwendig gerendertes Spektakel. Zwar fehlt (wie so oft) der "Dreck" in den Bildern, aufgrund der Story geht das aber in Ordnung, daher ist die Optik wirklich hervorragend. Auch die Story geht gut los, die Verzweiflung des mehr und mehr verwahrlosenden Mechanikers ist eindringlich, die Bar-Szenen haben etwas Surreales und erinnern etwas an "Shining", dann kommt der Gewissenskonflikt zum Tragen und die unweigerliche Frage: Was würde man selbst tun? Später gibt es einen Ansatz von Rechtfertigung: "Ein Ertrinkender wird sich an alles klammern, was er greifen kann, und damit einen anderen mit in den Tod ziehen. Aber er ist immerhin ein Ertrinkender." (sinngemäß)
Es kommt noch eine Liebesgeschichte vor, ein kurzer Deus Ex Machina-Auftritt von Laurence Fishburne und gegen Ende fette Action mit sehr, sehr viel Pathos.
Schauspielerisch ist in diesem kammerspielartigen Film Jennifer Lawrence hervorzuheben, die einfach grandios spielt.
Ein interessantes (fieses) Gedankenspiel in toller Optik, dramaturgisch musste natürlich irgendwann die Pathos-Keule hervorgeholt werden, sonst wäre der Film als verfilmte Philosophie-Stunde geendet.

Fazit: Alles in allem ganz knapp keine Empfehlung, weil der (für mich) nötig Hirnfickfaktor fehlt, ansonsten schauspielerisch und optisch toll, im Endeffekt - abgesehen von der Idee - aber doch etwas zu gradlinig, um großartig zu sein.


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