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Andy Weir - Der Marsianer
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boris



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Titel: Andy Weir - Der Marsianer
Verfasst am: Di, 06 Okt 2015, 23:15
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Andy Weir - Der Marsianer

Kleine Vorgeschichte: Nachdem Weir mit seinem Buch bei mehreren Verlagen abgeblitzt ist, entschloss er sich, sein Werk kostenlos auf seiner Homepage anzubieten. Als der Wunsch der Leser, das Buch auch als eBook lesen zu können, überhand nahm, veröffentlichte er den Roman zum Mindestpreis von 99ct auf amazon. Einige 10.000 verkaufte Exemplare später wollten dann auf einmal doch Verlage aufspringen, und jetzt gibt es schon eine Verfilmung, Regie: Ridley Scott.
Aufmerksam geworden bin ich schon vor einiger Zeit auf das Buch, und zwar weil mir das Cover so gut gefallen hatte - was jetzt dummerweise durch das Antlitz von Matt Damon ersetzt wurde. Auf dem originalen Cover ist eigentlich das sehr gut angedeutet, was die Story verspricht, aber leider nicht hält.

Zur Story: Astronaut Mark Watney wird von seinen Teamkollegen für tot gehalten, also lassen sie ihn in einem Sandsturm auf dem Mars zurück. Watney überlebt verletzt und bereitet sich auf eine lange Wartezeit vor, denn die nächste Expedition wird erst in vier Jahren auf dem Mars landen, und das leider auch noch 3200km von seinem Standpunkt entfernt. Glücklicherweise ist er Ingenieur und Biologe und weiß sich zu helfen.

Robinson Crusoe auf dem Mars. In schlecht. Was ich absolut nicht verstehen kann, sind die durchweg enthusiastischen Bewertungen, die das Buch überall erhält. Die Story ist übersichtlich, gänzlich unspannend und besteht fast durchweg nur aus technischen Details darüber, wie sich Watney letztendlich am Leben erhält, Wasser erzeugt, ein Fahrzeug umbaut etc. etc. Mehr gibt es kaum - warum das aber die Massen begeistert, ist mir völlig unerklärlich.
Sprachlich ist das ganze sehr, sehr übersichtlich ("unterkomplex" würde Denis Scheck sagen), die Figuren sind ärgerlich platt, Innenansichten gibt es überhaupt nicht. Und jetzt mal im Ernst: Es ist völlig egal, wie realistisch die ganze Geschichte von der technischen Seite ist (Weir hat offenbar drei Jahre an seinem Roman recherchiert und geschrieben), wenn die menschliche Komponente derart außer acht gelassen wird, fehlt dem Buch einfach etwas ganz Essentielles... Ein Typ ist auf Jahre allein im Weltraum, ohne Kontakt zu irgendwem und hat nichts besseres zu tun, als über seinen Kartoffelanbau zu schreiben und zu erklären, wie er aus Treibstoff Kohlendioxid gewinnt? Er denkt und vor allem fühlt gar nichts?? Nicht wirklich!

Ich habe nur ein Drittel geschafft, danach war ich einfach zu Tode gelangweilt und geärgert über die öde Story und die flachen Figuren. Mag Weir Erfolg damit haben, es sei ihm gegönnt, ich kann mich darüber auch schon fast nicht mehr wundern, dass Müll zum Bestseller wird, ist ja leider in allen Bereichen an der Tagesordnung.


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