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Weintest: Lasendal Garnatxa 2003
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boris



Beiträge: 10136

Titel: Weintest: Lasendal Garnatxa 2003
Verfasst am: Sa, 26 Aug 2006, 21:13
Beitrag
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So, gerade unterziehe ich das Tröpchen dem zweiten Test, Zeit für einen Bericht - der Brisanz meiner Aussagen bin ich mir natürlich bewußt, da der Saft von UncleR persönlich stammt.

Nun denn ...

Zunächst die technischen Daten (keine Ahnung, was jetzt was bedeutet, ich schreibe mal einfach so gut wie alles ab, was auf dem Etikett steht), es handelt sich um einen spanischen Rotwein:

Lasendal
Garnatsxa
2003


Montsant
Denominació d'Origen

Elaborat i Embotellat per Celler de Cpcanes, SCCL, 43776 Capcanes, Espanya, R.E. 2161/T Produce of Spain (www.cellercapcanes.com)

Insgesamt 75cl mit 14 Umdrehungen galt es zu bewältigen.


Der Test:

Beim ersten Schluck dachte ich fast, einen griechischen Wein vor mir zu haben, so sehr harzig kamen die ersten Tropfen um die Ecke.
Durch das erste Glas habe ich mich noch durchgekämpft, beim zweiten Glas ging es deutlich besser - Frage ist halt, ob das Sinn der Sache ist Cool

Gut, heute also der 2. Test, nachdem die Flasche verkorkt knapp 3 Wochen in der Wohnung rumstand ... der Onkel wird mir sagen, ob das Sinn der Sache ist - wahrscheinlich eher nicht, aber so hat es sich nunmal ergeben.

Der erste Schluck war heute deutlich weicher, keine Spur von Harz, schonmal ein Pluspunkt (könnte aber auch an meiner Erkältung liegen big grin).

Ansonsten vom Geschmack her ... puh, ist das schwer ... ich würde sagen: vorne weich, hinten mit leichter Bitterkeit hinten und deutlich bitterer, leicht "lehmiger" (feuchter Waldboden läßt grüßen) Note beim Schlucken.
Gerade allerdings das Bittere ganz hinten stört (mich) ein wenig, hier könnte eher etwas Herb-Fruchtiges stattfinden (wie man es beim "Anschmecken" vorne zunächst erwartet), die Säure am Schluß ist aber doch sehr prägnant.

Fazit:

Für meinen Geschmack durchaus trinkbar, es reißt mir weder vor Ekel noch vor Begeisterung das Glas aus der Hand (habe die Flasche ausgetrunken).
Generell habe ich nichts gegen "bodennahe" Weine mit leichter Waldboden-Tönung, aber das "essighaft" Saure und der bittere Nachgeschmack ist mir aber doch ein wenig zu deutlich und stark, so daß es der Wein nicht auf meine Wunschliste der zu hortenden Tropfen schaffen wird, sorry, Onkel.


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UncleR



Beiträge: 2084

Titel: (Kein Titel)
Verfasst am: So, 27 Aug 2006, 17:33
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Mea maxima culpa - man darf dir (Bierkenner) auch keine schweren Tropfen über den Knorpel schütten, ohne versuchsbegleitende Aufsicht Mr. Green

Klar - ein schwerer Wein, er kommt auch aus D.O. Montsant (direkt neben der Rebhölle Priorat, wo nur die allerschwersten Tropfen gekeltert werden).
Die geschmackliche Einschätzung teile ich durchaus (mit Ausnahme des Harzens - das ist bei anderen Weinen noch viel, viel ausgeprägter, BRRR!).

Was einem Garnacha in dieser Fülle gut beikommt ist ein mediterraner Teller (Oliven, etwas Käse, Brot und spanische Chorrizo). Dann passt die spürbare Säure sehr gut ins Gesamtbild.

Trotzdem ein nicht ganz einfacher Wein, den man zudem auch etwas Luft geben sollte um "aufzublühen".
Allerdings natürlich nicht offen drei Wochen in der warmen Wohnung stehen lassen - da macht der Wein eine beschleunigte Alterungsprozedur von gut zehn Jahren mit, dzdzdz Confused

Wir versuchen es beizeiten mal mit einem moderateren Gewächs - was meinst du?! Smile


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boris



Beiträge: 10136

Titel: (Kein Titel)
Verfasst am: Di, 29 Aug 2006, 16:25
Beitrag
Antworten mit Zitat

UncleR @ So, 27 Aug 2006, 17:33 gab folgendes von sich:
Mea maxima culpa - man darf dir (Bierkenner) auch keine schweren Tropfen über den Knorpel schütten, ohne versuchsbegleitende Aufsicht Mr. Green

Die Versuchsbegleitung erwarte ich dann demnächst, mal sehen, wie mir dann der Traubensaft so zu Gesicht steht big grin

"Offen" war der Wein nicht wirklich oder zählt nicht, daß der Korken drauf ist, wenn die Pulle einmal auf war ? Hatte aber wiederum auch sein Gutes: das "Harzige" war beim 2. Mal einfach wie weggeblasen ! (na gut, bei 10 Jahren zusätzlicher Alterung mußte sich ja was verändern)

Für was moderateres bin ich auf jeden Fall eher zu haben, kann ruhig trocken sein, nur sollte man nicht gerade das Gefühl haben, man würde ein mit Essig getränktes Stück Treibholz auslutschen ein zahn (das sollte jetzt keine Beschreibung des Lasendal sein, aber gibt ja so Sachen)


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