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[TXT] VATICAL - Die Apokalypse der Programmiersprachen
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Der Archivar



Beiträge: 160

Titel: [TXT] VATICAL - Die Apokalypse der Programmiersprachen
Verfasst am: So, 06 Jan 2008, 23:49
Beitrag
Antworten mit Zitat

Dateidatum: 2.2.1993

Code:
                                - VATICAL(tm) -

                    Die Apokalypse der Programmiersprachen

                                Version  2.0

                                User - Guide

                              Sprachdefinition

                                    und

                             Bedienungsanleitung

                          2. ueberarbeitete Auflage

                   Muenchen den 10.01. im Jahre 2 n.B.H.P.

                          Bestellnummer  08/15-2

                           ISBHPN 3-0001-1234-2

                         VATICAL(tm) - User-Guide

                     VATICAL(tm) (07.01.85 - 14:13:41)

           VATICAL(tm) - die Apokalypse der Programmiersprachen

VATICAL(tm) erschien im Jahre des Herrn 1983 als Kreation der legendaeren
Haeuser CUSHYWARE & GRADDLESOFT und erhielt 1984 trotz Bedenken ansonsten gut
informierter Kreise die Serienreife. VATICAL(tm) ist in der endgueltigen
Fassung absolut und vorsaetzlich inkompatibel zu allen bekannten
Betriebssystemen, Expertenmeinungen und Prozessoren und hat, nicht zuletzt
deshalb, die allerbesten Marktchancen.

Urspruenglich war VATICAL(tm) nahe an Pascal orientiert, jedoch konnte
erfreulicherweise eine Annaeherung an Basic und Fortran erreicht werden, ohne
jedoch auf Unzulaenglichkeiten von Pascal zu verzichten und sattsam bekannte
Maengel von Basic und Fortran zu uebergehen. VATICAL(tm) ist weder ueber
Compiler noch Interpreter lauffaehig, sondern arbeitet ueber einen Absoluter,
welcher im Gegensatz zu schaebigen Forth-Versionen keinen Stapelspeicher
besitzt, sondern eine ewige Liste. Letztere kann weder ueberschrieben noch
geloescht werden. Allenfalls der Befehl DOOMSDAY erstellt eine kommentierte
Liste der erfolgten Eingaben und laet VATICAL(tm) entsprechende
Entscheidungen treffen, die nicht unbedingt mit Absicht und Willen des
Benutzers decken muessen.

VATICAL(tm) besitzt verschiedene Schnittstellen. Z.B. wird das
Druckerinterface ueber PRAY angesprochen. VATICAL(tm) ueberprueft alle Ausgaben
an den Drucker und behaelt sich leichte Korrekturen und Kommentare vor. Mit
nicht gelinder UEberraschung der Erfinder besitzt VATICAL(tm) auch ein
Disketten-Interface und betreibt dieses ueber die Befehle MISSION und MERCEY.
Es koennenausschliesslich indexgepruefte Holy-Access-Dateien bearbeitet
werden. VATICAL(tm) besitzt einen Default-Index und vermerkt AEnderungen an
ihm auf der ewigen Liste.

VATICAL(tm) erlaubt den Betrieb von maximal drei Laufwerken, welche bindend
die Bezeichnung FATHER, SON und SAINT haben. Dateien und andere Files werden
grundsaetzlich ueber das Laufwerk SAINT bearbeitet. Das Laufwerk SON bietet
Hilfs- und Utility-Funktionen; das Laufwerk FATHER verwaltet das
Betriebssystem. Im Gegensatz zu herkoemmlichen und meistens veralteten
Betriebssystemen kennt VATICAL(tm) weder Inhaltsverzeichnis noch Sektoren
oder Spuren. Der Diskettenplatz wird in sieben Buecher aufgeteilt und jene
wieder in Kapitel. Die jeweiligen Inhalte der Kapitel verwaltet das Laufwerk
FATHER in der Datei APOCALYPSE. Selbige wird grundsaetzlich und vollstaendig
mitgeliefert und erlaubt dem Benutzer keinerlei AEnderungen. Zu jener Datei
nicht konforme Aufzeichnungen werden nicht am Bestimmungsort abgelegt,
sondern landen in der ewigen Liste.

VATICAL(tm) erlaubt Eingaben sowohl in lateinischer, als auch in englischer
Sprache. Im Folgenden wird jeweils der bekanntere Begriff angegeben; naehere
UEbersetzungshilfen leistet jedes Lexikon. Nach dem Einschalten des Rechners
meldet sich VATICAL(tm) mit einem Cursor und erwartet den Aufruf oder die
Eingabe eines Programmes. Programme muessen grundsaetzlich mit 'LITURGY:'
beginnen und mit 'AMEN.' enden. Im Programm selbst darf nach Herzenslust
umhergesprungen werden; auf festgelegte oder zufaellige Labels, auf
Zeilennummern und an jede beliebige Stelle einer Zeile. Sieht man das
Programm als beschriebenes Blatt Papier an, so darf mit VATICAL(tm)
praktisch darauf gesprungen werden - und nicht nur dies - es darf auch
beliebig ueber die Programmgrenzen hinausgesprungen werden, was immer auch
dies bedeuten und im einzelnen bewirken mag.

So kennt VATICAL(tm) die Befehle GOLEFT, GORIGHT, GOSUB, GOUP, GODOWN,
GOAWAY, GOHOME, GOASCENSION, GOHELL, GOGO, GOWEST, GOELSE, GOANYWHERE, GONOT
und WAITING FOR GODOT. AEhnlich den freiprogrammierbaren Sprunganweisungen
kann ein beliebiger Teil des Programmes als Unterprogramm erklaert werden,
z.B. alles was mehr als 20 Zeichen weit rechts in einer Zeile steht.

Grundsaetzlich kann jeder Teil eines Programmes einen beliebigen anderen zum
Unterprogramm definieren. Derjenige Programmteil, der die meisten
Unterprogramme findet, ist der Hauptprogrammteil. Demgemae existiert in
VATICAL(tm) kein Befehl RETURN, sondern es gibt die Ruecksprunganweisungen
SEARCHME, WAY NEXT, RESTART, DOBEST und TRY AGAIN. VATICAL(tm) bietet dem
geneigten Benuetzer zahlreiche Moeglichkeiten zur Schleifenbildung in
Programmen. Neben der FOR-NEXT-DO Schleife finden sich Sachen Wie:

    FOR-NEXT-DONOT

    FOR-NEARER-DO

    UNTIL-BETTERUSE-DO

    UNTIL-NOERROR-PERFORM

    FOR-WHATREASON

    WHY-FOR

    WHAT-ELSE

    WHY-NOT-PLEASE

    WHY-DON'T-WE-DO-IT

    WHAT-SHALL'S

    TRY-UNTIL

    HOPE-LESS

    UNTIL-NOFUTURE-DO

    JUMP-ANYWHERE-TILL

    WAIT-UNTIL-DOOMSDAY

    IFNOTNEXT-THENNEXT

VATICAL(tm) besitzt zahl- und folgenreiche Meldungen von Syntaxfehlern des
Programmes, gelegentlichen Systemabstuerzen, Dateiueberschreibungen und
generell mitgelieferten Fehlern des Betriebssystems. Grundsaetzlich meldet
VATICAL(tm) einen auftretenden Fehler wie folgt:

            MY SCORE:

          YOUR SCORE:

            CHAMPION:

    CHAMPION'S SCORE:

    ***   ALL THE BEST   ***

    ***     SO  LONG     ***

Unnoetig zu bemerken, da jedweder Fehler unnachsichtig in der ewigen Liste
eingetragen wird. Findet VATICAL(tm) besonders elegante und
funktionstuechtige Programme (Maximalwert: 3 Fehler pro Zeile) so kann der
Benutzer mit dem Befehl INDULGENCE Eintraege der Ewigen Liste stornieren.

                        Variablenverwaltung

Bei UEberlauf des Variablenspeichers betreibt VATICAL(tm) im loeblichen
Gegensatz zu Schundsprachen wie BASIC keine Garbage Collection, sondern
dreht diese Funktion um in eine Value Collection. Alle Variableninhalte, die
VATICAL(tm) als brauchbar ansieht (z.B. reale, positive Zahlen oder
Zeichenketten mit originellem Inhalt und kulturellem Niveau) verlegt das
Betriebssystem in die Datei RECORDS auf der FATHER Diskette. Die restlichen
Eintraege werden in der ewigen Liste niedergelegt, und der Speicher wird
geloescht. Eintraege, die der Benuetzer weiterverarbeiten will, haetten VORHER
in die Datei ESTATE abgelegt werden muessen. Variablen werden mit dem
Betriebssystem vereinbart und an geeigneter Stelle getauft. Erst die
namentliche Taufe einer Variablen z.B. in der Form 'St.KEVINCHRISTIANED AS
INTEGER' laet das Betriebssystem diese Variable erkennen. Alle Namen von
Variablen muessen im Programmkopf vereinbart werden. VATICAL(tm)ueberprueft
Art, Sinn und Zweck dieser Vereinbarungen und behaelt sich leichte
Korrekturen vor. Alle Variablennamen muessen mit St. beginnen. Daran
angehaengt wird der eigentliche Variablenname und zwar:

    Integerzahlen       Namen von Heiligen (1500-1800)

    Reale Zahlen        Namen von Heiligen (1800-1900)

    Genaue Zahlen       Namen von Heiligen (1900-heute)

    Charakterzeichen    Namen bedeutender Kirchenpersonen

    Textketten          Namen von Propheten (altes T.)

    einfache Arrays     Namen von Paepsten

    mehrdim. Arrays     Namen von Aposteln

Besonderes Augenmerk gilt hierbei den Charakterzeichen. Sollte hier eine
Variable mit St.Luther oder schlimmer noch bezeichnet werden, hat dies fuer
den Benutzer Folgen mindestens katastrophaler Art. Alle Variablennamen sind
auf- und abwaertskompatibel, jedoch vermerkt VATICAL(tm) hierbei
Verwechslungen mit NOT YET oder aber mit FLATTERY. Die Darstellung von
Zahlen im negativen Bereich erfolgt durch den Zusatz TEMPTATION. Die
Schreibweise von 'TEMPTATION OF St.KEVIN = 10000' ergibt fuer die
Integervariable St.KEVIN den Wert -10000.

Variablenwerte koennen in VATICAL(tm) grundsaetzlich nur addiert werden; und
zwar in der Form: 'St.KEVIN AND St.MARTIN PRAISE FOR St.RESULT'. Das
Ergebnis der Addition steht dann in St.RESULT. Die Zuweisung des Wertes NULL
zu einer Variablen bedarf der Form: 'St.KEVIN IN POVERTY'

VATICAL(tm) erlaubt die Darstellung von negativen Realwerten ausschlielich
ueber die Bezeichner JUDAS, KAIN und ROCKNROLL. Alle Variablenbezeichner
gelten nicht nur global im Programmbereich, sondern universal, also auch
nach Abstellen des Rechners.

                 Der Editor

VATICAL(tm) beinhaltet einen leistungsfaehigen Programmeditor, der ueber den
Befehl MEA CULPA aufgerufen wird. Der Programmeditor in VATICAL(tm)
unterscheidet zwischen

          ---> einfachen Suenden

          ---> Erbsuenden

          ---> Todsuenden

Sollten im Programm Todsuenden auftreten, so mu der Benutzer von VATICAL(tm)
den Editor mit MEA MAXIMA CULPA aufrufen und anschlieend, je nach Anzahl
der Fehler die Eingabe ROSARY = Fehlerzahl eingeben. In allen Faellen
verlangt der Programmeditor die Eingabe des Benutzernamens. Jener wird -
keine Frage - in der ewigen Liste abgelegt. Der Programmeditor vergleicht
Sinn, Art, Zweck, Ausfuehrung und Effizienz des Programmes und unterstuetzt
demgemae den Benutzer. Der Programmeditor listet zuerst die Fehlerhafte
Zeile auf dem Schirm aus. Der Befehl MISSION liefert eine Korrektur, wie sie
VATICAL(tm) fuer ratsam haelt. Der Befehl DEMISSION erlaubt eine
benutzerspezifische Eingabe. Das Ende des Programmeditors wird durch die
Eingabe SAKE abgeschlossen. Zur Online-Fehlersuche traegt VATICAL(tm) durch
verchiedene Befehle bei. Die Eingabe DEVILINSIDE loescht das Programm selbst
und auch alle aehnlichlautenden Programme. Der Befehl INQUISITION suspendiert
das laufende Programm, setzt selbstaendig Fehler ein und startet es neu. Der
Ablauf wird sodann protokolliert und mit dem urspruenglichen Zustand
verglichen. Auftretende Fehler werden mit den Eintraegen der ewigen Liste
verglichen und entsprechend dokumentiert.

Der Befehl CONFESS listet alle augenscheinlichen und wahrscheinlichen Fehler
aus und erlaubt ueber die Eingabe AVE MARIA die sofortige Korrektur. Eine
weitere Staerke von VATICAL(tm) zeigt sich in der Behandlung von logischen
Operationen und der geneigte Benutzer wird viel Freude mit gewissen
Systemeigenheiten erleben. Die Funktionen AND, ANDC, ADD und ADDC verlangen
unbedingt gleichgeschlechtliche Variablen auf beiden Seiten. Die Form
St.MARTIN = St.MICHAEL ADDC St.HELENA erzeugt mindestens eine faustdicke
Fehlermeldung. Im allgemeinen sollte das Resultat einer logischen Operation
in die Bezeichnung CHASTE geschrieben werden, da ansonsten u.U. peinliche
Verwechslungen entstehen koennen. Als Besonderheit logischer Operationen
bietet VATICAL(tm):

    ADDAF

    ADD-AND-FORGET

    NENA

    NEITHER-NOR-ANYTHING-ELSEENDC

    END-OF-CARRY

    CAC

    CASH-AND-CARRYSUBIF

    SUB-IF-YOU-WANT

                               Der Linker

VATICAL(tm) erlaubt das Verbinden (=Linken) mehrerer Anwenderprogramme. Die
maximal moegliche Zahl betraegt hierbei 4 Programme, welche unter einem festen
Programmnamen abgelegt sein muessen. Der Linker wird aufgerufen durch den
Befehl HIGHMASS und verlangt in gegebener Reihenfolge nach den Programmen

    - KYRIE          (Variablenvereinbarungen, Array-Dimensionierung,
                      Konstantendefinition, Dies & Das)

    - GLORIA         (Funktionen und Prozeduren)

    - CREDO          (Programm 1)

    - SANCTUS        (Programm 2)

    - BENEDICTUS     (Programm 3)

    - AGNUS DEI      (Programm 4)

Der Linker wird durch den Befehl IN NOMINI: aufgerufen und erwartet zuerst
die Identifikation des Benutzers. Alsdann erfolgt eine Pruefung der einzelnen
Programme auf Vorhandensein, Speicherbedarf und richtigen Syntax. Diese
Prozedur benoetigt auch fuer erfahrene Programmierer ueberraschend viel Zeit.
Der geneigte Benutzer wird daher waehrend dieser Zeit mit saisonpassenden
Zitaten aus kulturell hochstehender Literatur unterhalten. Es wird
ausdruecklich gewarnt, waehrend dieser Zeit das Terminal zu verlassen, da
VATICAL(tm) gelegentlich und nach peinlich geheimgehaltenen Zufallsmuster
Verstaendnisfragen an den Benutzer stellt und die Zeit bis zur Beantwortung
erstens speichert und zweitens unter Umstaenden uebel zu reagieren pflegt.

VATICAL(tm) beinhaltet mehrere Anwenderprogramme, deren intensive
Benutzerfreundlichkeit und ungewoehnlich bedienerorientierte Menuestruktur fuer
sich sprechen. Im Einzelnen enthaelt das Programmpaket VATICAL(tm):

1. Das Systemprogramm VATICAL(tm) selbst.

2. VATICALC(tm) - ein spezielles, tabellenorientiertes Rechenprogramm zur
   Verarbeitung von Kollektivspenden. Sowohl Spendenbetrag als auch Name,
   Adresse, Beruf, Nettoeinkommen und streng vertrauliche Angelegenheiten
   des Spenders werden in der ewigen Liste vermerkt. Aufgrund von
   Jahreskollektensummen koennen Prognosen ueber zu erwartende Einnahmen
   getroffen werden.

3. Biblostar - ein Textverarbeitungsprogramm, welches synonym zu
   SPELLSTAR(r) bereits alle relevanten Bibeltexte enthaelt und die
   Ausarbeitung einer 20-Minuten-Predigt in weniger als zwei Minuten
   erlaubt. Dem Programm angeschlossen ist eine automatische UEbersetzung in
   oder von Lateinisch.

4. MULTICONFESS - eine Datenbank zur schnellen Speicherung und Bearbeitung
   von Daten, die waehrend Beichten und vertraulichen Gespraechen auftauchen,
   inlc. Vermerk in der ewigen Liste.

5. Peaceman - ein Spielprogramm, bei dem angreifende Kommunisten und
   Atheisten durch die schnelle Eingabe von passenden Bibelzitaten abgewehrt
   werden muessen.

6. SINN 1-2-3 - ein aeuerst anwenderorientiertes Programm zur schnellen
   Berechnung von Ablaessen, zu betenden Rosenkraenzen und Zahl, Laenge und
   Durchmesser von Suehnekerzen. Beinhaltet eine umfangreiche und sich selbst
   erweiternde Datei von gaengigen Suenden und Lastern. Ein Mu fuer die
   datenverarbeitende Beichte. Alternativ kann auch die Anzahl der zu
   erwartenden Jahre im Fegefeuer gelistet oder - fuer das Beichtkind - ueber
   einen Drucker ausgegeben werden.

7. HOLYSOFT - ein Expertensystem fuer den kirchlich und geistlich
   orientierten Anwender. Basiert auf Frage und Antwortsystem und liefert
   binnen kuerzester Zeit und nach ca. drei Deteilrecherchen schlagkraeftige
   und schluessige Argumente, denen sich auch der hartgesottenste Ignorant
   und Klerikalspoetter nicht verschliet.

8. TRUEBASE III - eine selektive Datenbank, bei der Ein- und Ausgabe streng
   konform zur ewigen Liste laeuft. TRUEBASE packt Ihre Dateien auf kleinstes
   Format zusammen; nur wirklich speicherwuerdiges wird gespeichert.

9. SYSZINK - ein Programm, welches Ihnen (fast) unbeschraenkten Zugriff und
   Editierungshilfen fuer die ewige Liste anbietet. Voll menuegesteuert
   breitet es die bisherigen Fehlermeldungen und Fehlgriffe vor Ihnen aus.

Allgemein koennen fuer den Umgang mit VATICAL(tm) folgende 10 Regeln
hervorgehoben werden:

1.  Es sollen neben VATICAL(tm) keine anderen Betriebssysteme zur gleichen
    Zeit im gleichen Rechner laufen.

2.  Es darf keine Raubkopie von VATICAL(tm) erstellt werden.

3.  An Sonn- und Feiertagen kann von VATICAL(tm) kein Gebrauch gemacht
    werden.

4.  Die Hersteller von VATICAL(tm) versprechen seine Lauffaehigkeit. Daran
    sollte nicht gezweifelt werden.

5.  Dateien und Programme sollten weder ueberschrieben noch geloescht werden.
    Dies besorgt zu gegebener Zeit das Betriebssystem selbst.

6.  Aus anderen Betriebssystemen duerfen weder Dateien noch Programme kopiert
    werden.

7.  Aus VATICAL(tm) duerfen weder Dateien noch Programme auf andere
    Betriebssysteme kopiert werden.

8.  In Dateien duerfen nicht wiederspruechliche Daten geschrieben werden.

9.  Andere Betriebssysteme sind auch nicht besser.

10. Andere Programme und Dateien sind auch fast immer schlechter

                           Friede Sei Mit Euch.

                        Und Mit Eurem Betriebssystem.

                         Bis Zum Naechsten Absturz.

                                   Amen

               Nachtrag zu VATICAL(tm) Version 2.01.

1. In der Auflistung der Sprunganweisungen (Seite 2, 4. Absatz) hat sich ein
   Fehler eingeschlichen. Die Anweisung GOLEFT ist unter VATICAL(tm) nicht
   ausfuehrbar, da sich die katholische Kirche noch nie nach links bewegt
   hat.

2. Von einer Vielzahl potentieller VATICAL(tm)-Benutzer und Leser dieser
   Abhandlung kam die Frage nach einer EPROM-faehigen Version von
   VATICAL(tm).Der derzeitige Vertrieb erfolgt mittels eines entsprechend
   programmierten WOM's (Write Only Memory). Da alle gebraeuchlichen
   Prozessoren (wie z.B. 8080 oder 6502 und deren Nachfolger/Kompatible)
   aber vor Abarbeitung eines Befehls diesen aus dem Speicher lesen wollen,
   ergeben sich gewisse Probleme. Ein VATICAL(tm)-tauglicher Prozessor
   beschaeftigt sich nicht mit solchen Niederungen wie Opcode-Fetch, sondern
   befindet sich in einer staendigen Gebetsschleife und idlet dort bis ihn
   die naechste goettliche Eingebung erreicht. Alsdann faehrt er fort diese
   Erleuchtung abzuarbeiten. UEberhaupt und allgemein ist VATICAL(tm), wie
   schon im VATICAL(tm) Users and Reference Report beschrieben, vorsaetzlich
   und endgueltig inkompatibel zu allenBetriebssystemen, Sprachen etc..
   Sollte es trotz alledem einem Programmierer gelingen, eine lauffaehige
   Version zu erzeugen, so wird hiermit  hoch und heilig versprochen, da
   alsdann zur Tilgung dieses Makels der Standard entsprechend abgeaendert
   wird und die volle unumschraenkte Inkompatibilitaet wieder hergestellt
   wird.

                      Fuer jetzt und immerdar gegeben

                            im Namen des Herrn

                              Die Entwickler

VATICAL(tm) ist originelles aber wahrscheinlich nicht eingetragenes
Warenzeichnen der B.H.P. Corp. Intergalactical Munich.

B.H.P. ist vermutlich ebenfalls nicht eingetragenes Warenzeichen der B.H.P.
(Die Bayrische Hackerpost, das Informationsblatt fuer den lebensbejahenden
D.F.UE.- Benutzer)

Verantwortlich fuer alle AEnderungen an Rechtschreibung, Zeichensetzung,
Layout und Tippfehlern: NR.5 GmbH & Co. KG. Locally Goettingen

Verantwortlich fuer den Rest der Fehler vermutlich: B.H.P.

Verantwortlich fuer den urspruenglichen Inhalt: B.H.P.

Verantwortlich fuer den jetzigen Inhalt: NR.5 und 1l LES ROMAINES rose, 1985
sowie zwei Stunden Freizeit (!gips auch)

Wer den Besitz des VATICAL(tm) User-Guides durch den Erwerb eines
lizensierten und durchnummerierten Originalexemplars legalisieren will,
wende sich an:

                               B.H.P.

                             c/o BASIS,

                          Adalbertstr. 41B,

                            8 Muenchen 40

(kostete DM 2.-, jetzt DM ?,-; besser etwas mehr schicken, der Rest wird als
Spende verwertet und in lebensbejahende Informationen investiert, Rueckporto
nicht vergessen, auerdem unbedingt auch den Absender auf der Bestellung
vermerken, Umschlaege werden sofort 'entsorgt').

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Anett Banana





Titel: (Kein Titel)
Verfasst am: Mi, 09 Jan 2008, 00:58
Beitrag
Antworten mit Zitat

Hey, das ist ja wirklich eine sehr amüsante Erweiterung dieser Original (?)-Texte:

Uni Dortmund
slacky.de

Nach oben
Rang:
boris



Beiträge: 10136

Titel: (Kein Titel)
Verfasst am: Mi, 09 Jan 2008, 21:45
Beitrag
Antworten mit Zitat

Kannte nur die 2.0 - die unter slacky.de ist ja wohl sogar die 2.2 ...

Boah, is dat lang her ...


____________
beehave - home of humbug ... [we can't afford to be neutral]

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