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Das Wurstorakel
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Jan



Beiträge: 997

Titel: Das Wurstorakel
Verfasst am: Mo, 28 Feb 2005, 15:04
Beitrag
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Das Wurstorakel

Wer kennt ihn nicht?!

Den Wunsch nach möglichst präziser, mittel- und langfristiger Vorhersage für’s eigene Leben! Wie gehdet weiter mit der ewigen Schmach? Gibt es irgendwo einen silbernen Streif am Horizont, ne Funzel am Ende des Getunnels?!?!?! Oder eher nicht so?

Zur Befriedigung solcher Wissenslücken hat der liebe Gott die Prisma erfunden! Immer schick auf der vorletzten Seite findet man im praktischen Wochenhoroskop aussagekräftige Sätze wie „ ein guter Freund wird sie besuchen“. Zack: Am nächsten Tach steht die Kotzerei ins Haus! Ein guter, alter Bekannter! Toll, dass man so was dann sogar sternzeichenbezogen, individuell quasi auf einen selbst zurechtgefrimelt schon vorher wusste!

Ein anderer zuverlässiger Indikator für das eigene Dasein gar für ein ganzes, langes Jahr, ist das ach so oberbeliebte Bleigegieße...das gerade Fixern zu Silvester ganz legal bekannte und oft praktizierte Handgriffe vollziehen lässt. Wer sich das flüssige Blei dann versehentlich in die Venen spritz (...gehen wir mal davon aus, dass das technisch überhaupt möglich sei....) hat seinem Schicksal auf ganz natürliche Art und Weise höchsteffektiv selbst auf die Sprünge geholfen. Das ist wahrscheinlich der einzige Weg, um überhaupt eine treffende „Vorhersage“ oder Vorausschau für das anstehende Neujahr zu bekommen. Denn alles andere, was unsereiner gemeinhin beim „Abschrecken“ des flüssigen Metal aus dem Wasserbad an Kreationen fischt, liegt gemeinhin eh irgendwo zwischen primären männlichen, sekundären weiblichen Geschlechtsorganen, diverser Krebsgeschwüre, oder auch irgendwelcher Science-Fiction-Kreaturen. Alles Dinge, die sich überall finden lassen, aber mit Sicherheit nicht unter den 50 vorgeschlagenen Bäumen, Adlern und Wurzeln, die auf der Rückseite dieser Bleigießsets aufgelistet sind. Über den Unsinn der Aussagekraft der einzelnen Begriffe brauche ich an dieser Stelle, gerade auch im Hinblick auf die Länge dieses Artikels, nicht einzugehen!

Was will uns der Autor mit diesem hiesigen Flash (der diesmal übrigens kein Kaffee- sondern ein Maracuja-Mango-Flash ist) eigentlich sagen?

Leute – ich kann Abhilfe schaffen!

Ich präsentiere: Das Wurstorakel! Entstanden unter (!!) Ausbildungskollegen (in Einzelsitzungen!!) in der Vorbereitungszeit zur Abschlussprüfung, in den gekachelten Räumlichkeiten der Stadtverwaltung einer westdeutschen Großstadt!

Das Prozedere ist denkbar einfach! Fast jeder von uns ist in der Lage zu scheißen! Sollten hier Leser unter euch sein, die über einen künstlichen Darmausgang verfügen, so bitte ich diese, sich hier nicht persönlich diskriminiert zu fühlen und empfehle an dieser Stelle nicht weiter zu lesen und auf die Teilnahme am Beutelwerfen zu verzichten!
Schulligung! Den konnt’ ich mir nicht verkneifen!

Der Rest ist herzlich eingeladen die Bestimmung durch das Wurstorakels zumindest mal zu testen! Nicht nur zu Silvester, oder besser Neujahr, sondern täglich, ja bei guter Verdauung sogar mehrfach! So bin ich in der Lage mein Schicksal gar alle sechs Stunden (oder so) zu beeinflussen!
Irre oder!? Entstanden ist das Ganze unter Prüfungsstressbedingungen. Wir wollten wissen, wie real und zuverlässig die Form von Kot zu bestimmen ist und wie sicher man durch eine solche Vorhersage den darauf folgenden Tag, bzw. ein darauf folgendes Ereignis vorhersagen kann!

Schon schnell zeigte sich, welch hohe Präzision einer hochkomplexen Wissenschaft ein Analwurf doch inne hatte: Die erste Abschluss-Prüfung stand an: Sie war Scheiße! Die Zweite folgte...die war auch scheiße...aber schon dünner...öhöm..

Die Prüfung durch die Prüfung war also von Erfolg gekrönt!

Der großartige Vorteil zum Bleigießen und gegenüber dem Horoskop ist dabei vor allem die persönliche Note...ich wollt nicht Würze sagen! Denn je nach Befinden, das wisst ihr, gestaltet sich ja auch der Stuhl!

Schwierig war es nun die Kurve zum alltäglichen Leben zu kriegen. Denn Prüfungen stehen ja glücklicher Weise nicht unbedingt oft an. So geschah es, dass eines Tages, nach einigen Übungssessions, einer der Probanten sogar die Verliebtheit des anderen vorhersagen konnte, in dem er ein geschwungenes Herz schiss! Dies zeigte gleichzeitig auch, dass es durchaus auch inter(k)aktionen geben kann. Sofern man sich in die Lage des anderen gut hinversetzen kann, funktioniert sowas tatsächlich recht fantastisch!

An dieser Stelle verzichte ich übrigens auf eine Auflistung, wie sie auf den Packungen zum Bleigießen vorgesehen sind, um im Nachhinein nicht zur Rechenschaft für das Eintreten oder Nichteintreten guter oder böser Ereignisse herangezogen werden zu können!

Aber probiert es aus und euer Leben wird um eine neue Facette reicher und unter Umständen werden euch Tips und Hilfestellungen gegeben, für die ihr später, zurückblickend auf heute, dankbar sein werdet!

Vielleicht aber auch nicht....

Und noch was: Sprecht mich, sofern wir uns kennen sollten, niemals auf diesen Bericht hier an...

Was es nächstes mal hier gibt - steht noch in den Schüsseln!


____________
YEAH!

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boris



Beiträge: 9965

Titel: (Kein Titel)
Verfasst am: Di, 01 März 2005, 14:01
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Fein beschrieben, vielen Dank !

Auch ich bin schon seit Jahren ein Anhänger eines sorgfältig gelegten Wurstorakels und ich kann nur sagen, daß sich mein Leben, meine Stimmung und meine Sicht auf Vergangenheit und Zukunft grundlegenst geändert haben.
Seit ich das Wurstorakel befrage, bin ich ein andere Mensch geworden - leider eröffnet sich die Möglichkeit einer Zukunftsbestimmung auf diese Art aufgrund meines unzureichenden Stuhlgangs nur alle 2 Tage; ich habe allerdings herausgefunden, daß die Forderung des Orakels durch künstlich provozierte Defäkation (z.B. mittels Abführmittel) nicht den gewünschten Erfolgt bringt, deswegen muß ich mich mit der selteneren, aber nicht weniger gehaltvollen Befragung zufrieden geben.

Um die bereits hervorragenden Ausführungen noch wertvoller zu machen, möchte ich hier noch ein paar Details anmerken, die dem fortgeschrittenen Orakel-Leser viel Freude bereiten werden:
Ein kunstvoll angefertigtes Orakel kann zudem auch andere Personen erfreuen, Freundschaften begründen und vertiefen, sowie zur allgemeinen Verbesserung des Klimas zwischen Nachbarn und Verwandten und anderen, sonst eher unkommunikativen Menschen, führen.
Zur Produktion eines Kunst-Orakels wird lediglich eine im Zielgebiet errichtete weiße Leinwand benötigt (für den Anfänger, der noch nicht die durch langjährige Übung erworbene Zielgenauigkeit hat, empfiehlt es sich, die Stätte des Happenings großflächig mit weißen Bettlaken auszulegen). Zur Vorbereitung (am Vorabend) sollten Hopfengetränke in großen Mengen zu sich genommen werden, stark blähende Nahrungsmittel (wie z.B. Chili con Carne) sind ebenfalls sehr hilfreich.
Wenn es dem Profi auch schwerfällt: beim Kunst-Orakel ist es vonnöten, dem natürlich Drang des Darmes nicht sofort nachzugeben, sondern diesen so lange als möglich zurückzuhalten, um den erforderlichen Druck aufzubauen, der die Aktion auch für die Umstehenden zu einem unvergeßlichen Ergebnis machen wird.

Beigefügtes Bildmaterial zeigt den Guru des Kunst-Orakels Dr. Hans Wurst bei seiner letzten Performance im Kölner Stadtgarten im Juli 2004. Am Auslesen des Ergebnisses beteiligten sich über 100 begeisterte Anhänger, die Resultate dieses (räumlich und zeitlich) weitreichenden Orakels sind auch heute noch Bestandteil ausufernder Diskussionen und Referenz für zukünftige Aktionen dieser Art.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.




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beehave - home of humbug ... [we can't afford to be neutral]

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homoerectus





Titel: (Kein Titel)
Verfasst am: Di, 29 Nov 2005, 22:07
Beitrag
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Da auch ich einer der vielen Anhänger des Wurstorakels bin, jedoch nur selten meine eigenen Ausdünstungen benutzen kann, habe ich in meiner Familie einen neuen Brauch eingeführt:
Bei Benutzung der Leinwand strömen sogleich sämtliche Mitglieder des Clubs herbei. Der Künstler selbst übernimmt nun (wie ja auch in der griechischen Antike in Delphi) die Rolle des Wahrsagers. Jedes einzelne Clubmitglied hat die Möglichkeit, den Priester nach der Zukunft zu fragen. Natürlich geschieht dies in einem abgedunkelten, unbelüfteten Raum, um die Schwingungen der Geister nicht zu stören. Priester und Fragesteller werden nun beide in einen Trancezustand versetzt und versuchen, in die Zukunft einzudrigen, wobei der Priester als Brücke ins Jenseits genutzt wird. Die notwendigen Techniken hierzu möchte ich an dieser Stelle nicht weiter ausführen.
Leider kann es nach dem Ritual zu etwaigen Nebenwirkungen wie Übelkeit oder sogar Erbrechen kommen. In solchen Fällen wird keinerlei Haftung vom Hersteller übernommen.


Mit freundlichen Grüßen
Andreas S.
Marketingleiter der Firma Kack und Co. KG

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