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Neal Stephenson - Cryptonomicon
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boris



Beiträge: 10136

Titel: Neal Stephenson - Cryptonomicon
Verfasst am: Sa, 12 Sep 2015, 11:43
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Neal Stephenson - Cryptonomicon

Story von amazon: "Cryptonomicon zoomt durch die ganze Welt und rast verschwörerisch zwischen zwei Zeiten hin und her -- dem Zweiten Weltkrieg und der Gegenwart. Die zwei Helden aus den 40er-Jahren sind der glänzende Mathematiker Lawrence Waterhouse, ein außerordentlicher Kryptoanalytiker, und der übereifrige, morphiumsüchtige Bobby Shaftoe von den US-Marines. Sie gehören zum Sonderkommando 2702, einer Alliiertengruppe, die versucht, die Kommunikationskodes der Achsenmächte zu knacken. Gleichzeitig ist sie bemüht zu verhindern, dass der Feind dahinter kommt, dass ihre eigenen Kodes bereits geknackt sind. Unter dem Strich besteht ihre Aufgabe aus einer Täuschung nach der anderen."

Was bei amazon als "Neal Stephenson vom Feinsten" bezeichnet wird, ist auch schon das größte Manko: "knapp in der Handlung, aber erschöpfend präzise im Detail".
Eigentlich hätte mich das Thema sogar interessiert, man wird in "Kryptografie für Dummies" eingeführt, die ganze "wie kann ich den Feind täuschen, damit er nicht merkt, dass ich seinen Code geknackt habe"-Idee ist auch nicht schlecht, aber: Stephenson erzählt einfach viel zu viel. Zwischendrin gibt es immer wieder ellenlange Kriegsgeschichten, dann wieder unendliches Gelaber darüber, wie denn die Häuser aussehen, in denen sich die Militärs aufhalten usw. usf. Als wäre das noch nicht genug, gibt es auch noch willkürliche Abschweifungen, so z.B. eine Abhandlung darüber was Bärte eigentlich bedeuten (die Freundin einer der Hauptfiguren hat darüber sogar eine Arbeit geschrieben, über sich sehr ausgelassen wird). Was das soll oder mit der kargen Handlung zu tun hat, weiß kein Mensch, es ist nur eins: Angeberei. "Guckt doch mal alle, wie schlau ich bin und was ich mir angelesen habe!" Super, Neal, hast du fein gemacht.
Und weiter geht's: Sprachlich ist das ganze in Ordnung, aber nicht großartig, teilweise sogar ärgerlich, manche Vergleiche sind einfach unnötig bis dämlich ("Heiß und undurchsichtig wie ein Glas euterfrische Milch." WTF?).
Und noch eins: Die Figuren sind absolut platt, man erfährt nichts darüber, was sie antreibt, es gibt keine Innenansichten, die den Leser berühren oder irgendeine Person im Buch mal sympathisch (oder wenigstens menschlich) machen würde. (Nach diesem Buch habe ich eins von Philip Roth angefangen, da gab es auf den ersten fünf Seiten mehr Tiefe als auf den 230 Seiten Cryptonomicon, durch die ich mich gequält habe!)

Nach 230 (von 1200!) Seiten abgebrochen.

Fazit: Langweilige, platte, angeberische Hirnwichse.


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