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Michael Moorcock - Der Zeitbewohner
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boris



Beiträge: 10136

Titel: Michael Moorcock - Der Zeitbewohner
Verfasst am: Do, 17 Jul 2008, 19:28
Beitrag
Antworten mit Zitat

Michael Moorcock - Der Zeitbewohner
Phantastische Geschichten

Von Moorcock hatte ich vorher noch nichts gelesen, wenn mir auch der Name nicht unbekannt war. Auf sein Konto gehen über sechzig Werke und wie wikipedia zu berichten weiß, war er auch als Musiker in der Gruppierung "Hawkwind" tätig (die ich sogar schon live gesehen habe, wenn ich auch nicht weiß, ob er zu dem Zeitpunkt Teil der Band war).

Aber zurück zum Buch, und das ist Scheiße.

Moorcock hat irgendwann einmal eine "Literatur des Atomzeitalters" gefordert - was das genau sein soll, weiß ich nicht, ich habe auch das Nachwort des Buches, in dem es (auch) darum geht, nicht gelesen - jedenfalls meint der Verfasser des Nachworts, daß Moorcock seiner Forderung selbst nicht gerecht werden konnte. Wie auch immer.

Das Buch umfaßt sieben Erzählungen, die mehr oder weniger der Science Fiction zuzuordnen sind. Unter welchem Einfluß der Schreiber des Rückentextes stand, als er aussagte, daß das Buch Vorstellungen enthalte, die "zu den anregendsten gehören, die anspruchsvolle Science-fiction zu bieten hat", kann ich nicht sagen, aber Herr seiner Sinne war er in jedem Fall nicht.
Die Geschichten sind belanglos bis nett. "Anspruchsvoll" ist etwas anderes und selbst die Ideen, die garnicht so übel sind, werden durch Moorcock völlig verschenkt, indem er entweder ein blödes Ende anhängt oder Schlußfolgerungen anbringt, die vollkommen aus der Luft gegriffen und mehr als gekünstelt sind. "Deus ex machina" läßt grüßen.

Hinzu kommt sein Stil: er schreibt in kurzen, abgehackten Sätzen, verwendet identische Formulierungen zu häufig, spickt seine Sätze mit überflüssigen Füll-Adjektiven und benutzt blöde Vergleiche. Hinzu kommt, daß seine Charaktere allesamt platte, eindimensionale Gestalten sind, bei denen zu keinem Zeitpunkt klar wird, warum sie so handeln, wie sie es tun. Sämtliche Beschreibungen sind schablonenhaft und öde, nie kommt irgendwo so etwas wie Atmosphäre auf, die meiste Zeit fragt man sich: "Warum lese ich eigentlich noch weiter ?"

Ich kann also nur deutlich abraten, an diesem Buch fesseln weder die Ideen noch die Umsetzung, das Lesen ist Zeitverschwendung - vor allem, wo es wirklich gute und wirklich anspruchsvolle Science Fiction gibt.


____________
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