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[TXT] Magic Cee - Von der Entstehung der Klobuerste
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Der Archivar



Beiträge: 160

Titel: [TXT] Magic Cee - Von der Entstehung der Klobuerste
Verfasst am: Mo, 04 Apr 2011, 19:29
Beitrag
Antworten mit Zitat

Autor: Magic Cee
Dateidatum: 14.8.2004

Code:
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                     Von der Entstehung der Klobuerste

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Sehr geehrte Damen und Herren,
in unserer heutigen Sendung beschaeftigen wir uns mit einem Gebrauchsgegen-
stand des taeglichen Lebens,der sein Dasein oftmals unbeachtet und ohne Wuerde
ertragen muss: der Klobuerste. Wer kennt sie nicht, jenes unscheinbare Ding,
dass uns allerhand Drecksarbeit abnimmt. Welch eine kuehne Vorstellung, wenn
man sich einmal klar macht, es wuerde sie nicht geben! Dann muesste jeder sei-
nen eigenen Mist aus der Schuessel kratzen. Aber beruhigen Sie sich. Es gibt
sie ja nun einmal und ich moechte versuchen, Ihnen klarzumachen, dass sie mehr
Beachtung verdient, als wir ihr - seien Sie ehrlich - zukommen lassen.
Noch vor wenigen hundert Jahren waere der Einsatz eines solchen Geraetes nicht
denkbar gewesen;ja,man waere im guenstigstem Fall mit dem Tod durch Kastration
unter Zuhilfenahme eines stumpfen Kartoffelmessers davongekommen.Man fragt
sich natuerlich, warum dies so war, und noch heute streiten sich die Gelehrten
ueber dieses Thema. Dies soll uns jedoch nicht weiter interessieren,wir lenken
vielmehr unser Augenmerk auf die Folgeerscheinungen,die sich aus dem Nichtvor-
handensein der Klobuerste ergaben.
Die Geschichte weiss von vielen Ueberschwemmungen zu berichten,die meissten
mit mehr oder weniger toedlichem Ausgang fuer die Bevoelkerung.Allerdings,und
ich spreche hier aus Erfahrung, liegen in allen Geschichtsbuecher die gleichen
Irrtuemer vor. Denn besagte Ueberschwemmungen waren nicht das Resultat von ir-
gendwelchen Naturkatastrophen. Vielmehr lag es an der Unmenge von verstopften
Klosetts, die dessen ungeachtet weiterhin von ihren Eigentuemern genutzt wur-
den. Die Folgen sind klar und werden durch die Geschichte eindeutig belegt.
Irgendwann war naemlich der Zeitpunkt gekommen, wo den Hausbewohnern, im wahr-
sten Sinne des Wortes, die Scheisse bis zum Hals stand. Und da zugleich der
Geruch unertraeglich war, beschloss man,sich auf dem Marktplatz zu versammeln,
um das Problem gemeinsam zu loesen. Und hier liegt der Fehler! Denn durch das
Oeffnen der Haustueren bahnten sich die Exkremente ihren so lange gesuchten
Weg in das Freie; ja, wahre Schwaelle von Mist und Unrat ergossen sich durch
die Gassen und rissen alles mit sich,was da nicht niet- und nagelfest war.So
wurden einstmals bluehende Staedte in gigantische Scheisshaufen verwandelt,
unter denen das gesamte Leben zu Grunde ging.
Allerdings brachte die Evolution im Laufe der Jahrhunderte kluge Koepfe an das
Tageslicht. Unter ihnen war auch ein Aegypter mit Namen Magidonis.Und eben je-
ner findige Kerl schlug dem Pharao vor,Kanaele zu bauen. Der Pharao schlug ihm
dann vor, dies naeher  zu erlaeutern. Magidonis erklaerte  das  einfache, aber
wirksame Prinzip: Ein Kanalsystem sollte von den Haustueren der  Stadtbewohner
zum Fluss Nil fuehren. Auf diese Weise wuerden die Exkremente in den  selbigen
geleitet, wodurch alle Probleme geloest waeren. Das war es, was er dem  Pharao
vorschlug. Der war so begeistert,dass er nicht nur ein- ,sondern dem Magidonis
auch noch den Kopf abschlug. Und Magidonis hatte Recht behalten: das Kanalsys-
tem funktionierte. Aber eines hatte unser findiger Kopf nicht bedacht:naemlich
die Ehre der Fische.
Die waren naemlich auf\'s Aeusserste empoert darueber, dass die  Menschen ihnen
ihre Scheisse an den Kopf warfen. Also warfen sie sie zurueck, jedoch zu weit,
so dass der Mist auf den Feldern der Bauern landete.Aber da Fische ja bekannt-
lich dumm sind, hatten sie den Menschen Gutes getan, anstatt ihnen zu schaden.
Denn im darauffolgenden Erntejahr erblickten die Aegypter eine Pracht auf ih-
ren Feldern,wie sie sie noch nie gesehen hatten.Sie fuehrten dies zurueck auf
den \'Schlamm,der vom Himmel faellt\' und ehrten ihren Gott Kackwurstis. Ja,sie
bekamen sich ueberhaupt nicht mehr ein vor Freude und sprangen in den Nil, um
die erhitzten Gemueter abzukuehlen. Die Chroniken berichten von einem regen
Paarungsverhalten der Aegypter im Nil, gleich einer gigantischen Orgie, und
dies alles aus lauter Freude.Das der Fluss seitdem Der fruchtbare Nil heisst,
ist wohl auf diese Tatsache zurueckzufuehren. Die Zeiten wandeln sich, die
Fische hingegen blieben dumm und warfen die Exkremente immer wieder zurueck.
Allerdings stieg auch ihre Treffsicherheit; ich verweise hier auf die oft be-
sungene \'Sintflut\'. Aber auch die Aegypter lernten und schotteten sich gegen
die nun gezielten Wuerfe ab, naemlich durch den Bau einer Betonmauer, die
unter dem Decknamen \'Assuan-Staudamm\' Eingang in die Buecher fand. Allerdings
erwies sich der Bau als zu gut, denn seither sind die Ernten nicht mehr so
berauschend, wie man mir glaubhaft versicherte.
Die alten Aegypter in Ehren,aber ein Kanalsystem erschien den meisten Menschen
zu aufwendig, man tat nichts weiter,als sich vor den Ueberschwemmungen in acht
zu nehmen. Aber die Rettung der Menschheit war naeher gerueckt; und wie sollte
es auch anders sein: sie kam aus dem Land der Weisheit -Japan. Es war ein reg-
nerischer Tag vor vielen tausend Jahren, als einem armen  Bauern beim  Pinkeln
sein Amulett in das Becken fiel und sich  durch  den  Abfluss davonmachte. Der
Bauer, er hiess uebrigens  Toshiba  Sackomuschi, war  jedoch  ein Meister  der
Selbstueberwindung. Er kniete sich vor das Klo und tauchte seinen Kopf in  den
zum Platzen gefuellten Abfluss und hielt nach dem Amulett  Ausschau. Er drehte
seinen Kopf hin und her,lockerte also die ueber Jahrhunderte erstarrten Exkre-
mente auf, fand sein Amulett und tauchte wieder auf.
Wie gross war sein Erstaunen, als er sah, dass der Abfluss mit einem Male wie-
der seinem Zweck nachgehen konnte! Und da er  weise war, schnitt  er sich  den
Kopf vom Hals, steckte ihn auf seine Harke und machte als erste Klobuerste der
Welt Karriere.
Heutzutage braucht man sich jedoch nicht mehr  den Kopf abzutrennen, um seinen
Lokus zu saeubern. Ein Griff in die Ecke - und man haelt jenen formschoenen,in
geschmackvollen Farben gehaltenen Gegenstand in seinen Haenden.Der Einsatz ist
unproblematisch und es entfaellt auch die anschliessende Kopfwaesche. Dies je-
doch nur, wenn man die Buerste nicht als solche verwendet. Guten Abend.

C by Magic Ceee

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