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John Brunner - Morgenwelt
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boris



Beiträge: 10136

Titel: John Brunner - Morgenwelt
Verfasst am: Do, 14 März 2013, 21:20
Beitrag
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John Brunner - Morgenwelt

Und wieder so ein Fall eines SciFi-Klassikers "den man ja mal gelesen haben sollte", also ran an den Backstein von 600 Seiten.

Story von wikipedia: "Das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts: Die (zur Zeit Brunners) kapitalistisch geprägten Staaten werden quasi von globalen Konzernen geführt. Gegner und Konkurrenten um die letzten Ressourcen sind die großen kommunistischen Staaten Sowjetunion und China. Die fiktive faschistische Diktatur Jatakang stellt die seit 1968 aufstrebenden Staaten Japan, Taiwan und (Süd-)Korea dar. Die ärmeren Staaten Afrikas schließen sich zu großen Blöcken zusammen, um einer drohenden Annexion zu entgehen. Der Bevölkerungsdruck ist unerträglich geworden. Mit drastischen Geburtenbeschränkungen und rigider Ausmerzung aller Erbkrankheiten hofft man, der Überbevölkerung Herr zu werden. Das trostlose Leben ist nur durch Drogen aller Art zu ertragen, die sämtlich legal und erwünscht sind, weil sie die Bürger ruhig halten. Die ebenfalls tolerierte vollkommene sexuelle Freizügigkeit macht nicht mal vor Inzest halt. Amokläufer und gewalttätige Ausschreitungen sind an der Tagesordnung."

Tja. Wie schon bei Schafe blicken auf, das ich ja ganz gut fand, wird hier wild zwischen Kapiteln, Handlungsfetzen und Stilen hin und her gesprungen. An die Schafe kann ich mich mehr allzu gut erinnern, nur dass es ziemlich anstrengend war - hier war es zuviel des Guten, deswegen habe ich nach 200 Seiten Quälerei (erst ein Drittel des Buchs!) aufgegeben.
Die Handlung kam einfach zu kurz, die soziologischen Ausflüge waren einfach zu willkürlich und uninteressant, die zwischendurch eingestreuten Bombardierungen mit Werbebotschaften und Textschnipseln zu anstrengend.
Wer eine SciFi-Story möchte, ist hier fehl am Platz, "Morgenwelt" ist eher eine soziologische Beschreibung einer möglichen Zukunft (bzw. der Zukunft, wie Brunner sich im Jahr 1968 das Jahr 2010 vorstellte), die Handlung, die den Leser bei der Stange halte könnte, verschwindet in den endlosen Textpassagen, du mich man sich echt durchkämpfen muss.

Wahrscheinlich trotzdem zu Recht ein Meilenstein der Science Fiction, für mich aber trotzdem nichts.


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