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Des Biertrinkers Ausflug
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boris



Beiträge: 10136

Titel: Des Biertrinkers Ausflug
Verfasst am: Do, 13 Jul 2006, 21:56
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Nun denn, ich habe mich als Biertrinker (daher der Titel) zu einer Flaschen Rotem durchgerungen. Rotem Wein, aus Frankreich.
In dieser Testreihe werde ich mich auch vordringlich um rote Weine kümmern, ich habe bisher nur einmal einen weißen getrunken, von dem ich sagen konnte: "jepp, schmeckt sehr gut", dabei fehlt mir meist etwas das Fruchtige der roten Weine - aber egal, gerade für einen Laien gilt: "Wenns schmeckt, isses jut."


Zuerst mal die technischen Daten der Nummer:

Produit de France (wie gesagt)

Name: Le Pinson Des Gorges
(n Vogel is mit aufm Etikett, ob der nur Zierde ist oder zum Aroma mit beigetragen hat, vermag ich nicht zu sagen)

Vin de Pays des Coteaux du Verdon

Verdon könnte gut die Stadt sein, wo der herkommt, dort weilte nämlich die Mitbringerin für ein paar Tage. Obwohl (oder denn): "Mis en bouteille a la propriété cave des vignerons a 04860 - France" (Telefonnummer spare ich mir)

Die ganze Pulle hat einen Standard-Inhalt von 75cl, der Stoff weist 12 Umdrehungen auf.
Hinten steht noch was drauf, was ich nicht verstehe, was sich aber so anhört, als würden die Produzenten den Saft super finden.


Jetzt der Test:
Bei mir ist es generell immer so, daß ich erst beim 2. Schluck Wein wirklich anfagen zu "schmecken". Beim 1. Schluck zieht sich erstmal hinten alles zusammen und ich denke: "ne, laß mal" ... danach gehts meist besser.
So auch hier, aber trotzdem ist mir die Nummer auf Dauer hinten ein wenig zu nachhaltig bitter, keine Ahnung, wie man das jetzt fachtechnisch korrekt beschreibt, ob das eher nach Asche, Banane oder Vogelfedern schmeckt, aber mein Lieblingswein wird es nicht.


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UncleR



Beiträge: 2084

Titel: (Kein Titel)
Verfasst am: Mo, 17 Jul 2006, 13:02
Beitrag
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Zitat:
In dieser Testreihe werde ich mich auch vordringlich um rote Weine kümmern, ich habe bisher nur einmal einen weißen getrunken, von dem ich sagen konnte: "jepp, schmeckt sehr gut", dabei fehlt mir meist etwas das Fruchtige der roten Weine - aber egal, gerade für einen Laien gilt: "Wenns schmeckt, isses jut."

Ist auch sinnvoll, sich auf eine Richtung zu konzentrieren.
Rotweine sind prima. Weißweine oft zwar auch, aber im Grunde eine ganz eigene Art alkoholisches Getränk und zumeist auch schwieriger zu beurteilen.
Bei den Roten weiß man halt schneller woran man ist... Cool

Zitat:
Vin de Pays des Coteaux du Verdon

Hab ich noch nicht mal in meinem 1000-Seiten starken Weinwälzer gefunden, muß aber nix heißen Smile
Festzustellen ist aber, dass es sich um einen sog. "Landwein" handelt.
Also mittlere Qualitätseinstufung, was die offizielle "Hierarchie" in Frankreich angeht. Das bedeutet, die Reben werden wohl nicht aus einem Weingut oder einer Region stammen bzw. nicht nach den relativ engen Herstellungsvorschriften der AOC (Apellation) gemacht worden sein.
Über die Zugänglichkeit des Weins sagt das wenig aus. Hier entscheidet, der Jahrgang, die Region, der Gaumen des Genießers etc.

Zitat:
Bei mir ist es generell immer so, daß ich erst beim 2. Schluck Wein wirklich anfagen zu "schmecken". Beim 1. Schluck zieht sich erstmal hinten alles zusammen und ich denke: "ne, laß mal" ... danach gehts meist besser.
So auch hier, aber trotzdem ist mir die Nummer auf Dauer hinten ein wenig zu nachhaltig bitter, keine Ahnung, wie man das jetzt fachtechnisch korrekt beschreibt, ob das eher nach Asche, Banane oder Vogelfedern schmeckt, aber mein Lieblingswein wird es nicht.

Das wäre ja auch noch schöner, gleich beim ersten Schluck süchtig - dzdzdz! Wink
Spaß beiseite - Rotwein (trocken) ist keine Limonade oder Apfelsaft.
Daher muß man den Gaumen auf die bevorstehende Herausforderung vorbereiten.
Zuerst ein Schluck Wasser, um die Kiemen zu reinigen.
Dann bitte mit der Nase kosten, da Riechen beim Wein immer eine wichtige Rolle spielt.
Danach den Wein Schwenken, dadurch bekommt er etwas mehr Luft und man selbst einen Eindruck von der Farbe und Viskosität.
Abschließend den ersten zaghaften Schluck um die Rohqualität zu erfassen.
Richtig "schmecken" werden die allermeissten Weine sowieso nur zusammen mit etwas Beigabe, z.B. Brot mit Butter oder ein Käse oder zum Essen.
Für unterwegs tut es auch ein TUK oder eine Bifi Wink

Die Aromen zu beschreiben ist (sowohl beim Riechen als auch beim Schmecken) reine Übungssache. Birnen, Aprikosen, Melone und Ananas riechen ja schließlich auch nicht alle bloß nach Obst, oder?! Man kann da ganz gut unterscheiden, aber das Umschreiben ist oftmals Stückwerk Confused


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Jan



Beiträge: 997

Titel: (Kein Titel)
Verfasst am: Mo, 17 Jul 2006, 14:25
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@UncleR: Ich bin beeindruckt juul

Ellisch! Selten lernt man hier mal was Idea

Wie immer an Stellen, bei denen es um praktische Trinkübungen geht: Lasst uns ma ne ordentliche Testreihe (auf Boris' Balkon bei, wie immer, glänzendem Wetter)starten...so mit anfassen (das Brot..) undso..!

Ma richtig die Kartons killen! Länder vergleichen. Spanien - Italien; Frankreich - Australien etc. Vielleicht wemma schomma dabei sind direkt noch Deutschland gegen Schweden anbei auf Video gucken.. Mr. Green


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YEAH!

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UncleR



Beiträge: 2084

Titel: (Kein Titel)
Verfasst am: Mo, 17 Jul 2006, 18:47
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Zitat:
Wie immer an Stellen, bei denen es um praktische Trinkübungen geht: Lasst uns ma ne ordentliche Testreihe (auf Boris' Balkon bei, wie immer, glänzendem Wetter)starten...so mit anfassen (das Brot..) undso..!


Wäre für die echten, wagemutigen Umsteiger vielleicht tatsächlich mal eine Herausforderung und daher eine Überlegung wert.

An Material und Anleitung soll es nicht scheitern.
Ich habe da so meine Quellen... Cool

Vielleicht kommen ja vier oder fünf Interessenten zusammen.
Dann kann man das Nahrungstechnische gut untereinander aufteilen.
Und hinsichtlich der Weinshow Mr. Green bekommen wir die evtl. entstehenden Kosten sicher besser verteilt.

Muß allerdings voraussichtlich auf den September vertrösten, da vorher wahrscheinlich wochenends immer auf Tour. Rolling Eyes

Danke fürs Lob und entgegengebrachte Interesse.


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UncleR



Beiträge: 2084

Titel: (Kein Titel)
Verfasst am: Mo, 17 Jul 2006, 18:58
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Zitat:
Länder vergleichen. Spanien - Italien; Frankreich - Australien etc. Vielleicht wemma schomma dabei sind direkt noch Deutschland gegen Schweden anbei auf Video gucken..


Einige der gesehenen WM-Klassiker wären bei der Wein-Show aber anders ausgegangen:

Spanien-Frankreich 3:2

Italien-Australien 4:5 n.E.

Deutschland-Schweden 6:0
(ja, so schaut das aus, wenn man von Wein keine Ahnung hat)

Aber bei dieser Aktion kämen ja auch andere Großnationen (Chile, USA, Österreich, Südafrika) mit ins Spiel, die bei der WM keine Schnitte bekommen haben...


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boris



Beiträge: 10136

Titel: (Kein Titel)
Verfasst am: Di, 18 Jul 2006, 21:00
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Bei der Testreihe bin ich natürlich am Start, und beim nächsten Weinkonsum werde ich natürlich deine Tips schonmal beherzigen !
(Wie soll man alleine auch auf sowas kommen ? Saft ist normalerweise Saft ! Wink)

Daß der von mir verkostete Wein in deinem Nachschlagewerk nicht auffindbar ist, wundert mich nicht unbedingt - ich weiß zwar nicht, was die Pulle gekostet hat, kann mir aber auch nicht vorstellen, daß jemand, der von Wein keine Ahnung hat, jemandem, der von Wein auch keine Ahnung hat, mal eben "auf Verdacht" eine teure und damit wahrscheinlich bekanntere Marke kredenzt.
Egal, ich werde weiter testen.


Was das Treffen angeht:
Von mir aus auch eher im September - am 5.8. ist erstmal die Abholparty am Rhein angesagt, danach werde ich mich ein wenig beurlauben.
Aber: nur aufgeschoben !! ... kann von mir aus auch im Tal stattfinden, das wäre für die bisherigen Interessenten (UncleR, Jan, ich) eher mittig ...


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boris



Beiträge: 10136

Titel: (Kein Titel)
Verfasst am: Mo, 24 Jul 2006, 16:39
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UncleR @ Mo, 17 Jul 2006, 13:02 gab folgendes von sich:
Richtig "schmecken" werden die allermeissten Weine sowieso nur zusammen mit etwas Beigabe, z.B. Brot mit Butter oder ein Käse oder zum Essen.

Vorsicht bei Käse, da verkompliziert sich die ohnehin nicht einfach Angelegenheit nochmal zusehends:

"Entscheidendes kann tatsächlich schief gehen, wenn der Rotwein zum Beispiel aus dem Burgund kommt und den Käse die Schafe aus dem Südwesten Frankreichs beigesteuert haben: Blauschimmeliger Roquefort und auch robusterer junger Burgunder machen sich gegenseitig das Leben so schwer, dass man eins von beiden besser weglässt. Der kräftige Salzgehalt des Roquefort und sein intensiv pikanter Geschmack erschlagen einen filigranen Burgunder gnadenlos - und eine Menge anderer Weine ebenso. Kräftiger, charaktervoller Käse und Wein haben geschmacklich oft einfach zu verschiedene Temperamente."

Quelle


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UncleR



Beiträge: 2084

Titel: (Kein Titel)
Verfasst am: Mo, 24 Jul 2006, 18:53
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Dieselbe Quelle besagt dann im weiteren Verlauf des Textes:

"Also keine Angst vor überraschenden Entdeckungen, die sind gar nicht so schwer zu machen. Käse und Wein sind eben nur kein "Selbstgänger". Es kommt stets nur auf ein Minimum an Aufmerksamkeit und Zuwendung an. Hauptsache, es schmeckt."

Ja, man muss ausprobieren und auch kombinieren.
Nicht jeder Geschmack kommt überall gleich gut an.
Und nicht jede klassische Wein-Käse-Paarung ruft überall Jubelstürme hervor.

Ich für meinen Teil esse gern Brie oder Camenbert aus Schafs- oder Ziegenmilch. Mit etwas Brot passt der zu allen mittelschweren oder auch leichteren Weinen, je nach Reife des Käses.

Die schönen spanischen Käse (aus Schafs- und Kuhmilch) kommen in der Regel zu den meisten iberischen Weinen sehr gut an.
Am besten noch mit etwas Jamon Serrano oder Paletta Iberica dazu.

Ganz großes Kino läuft, wenn ein ausgereifter Parmesan gegen einen schweren Toskaner, Barolo oder Ribera aus Spanien antritt.
Der Käse verleiht dem Wein bisweilen eine verblüffende dezente Süße, die man im Wein selbst nie und nimmer vermutet hätte.

Top zu einem Weißen (Sauvignon Blanc oder gar Sancerre) ist frischer Ziegenkäse. Laut Fachmeinung ein himmlisches Vergnügen...

Alles in allem eine große Vielfalt an beidem: Wein und Käse.
Das Spiel der möglichen Kombinationen stellt vielleicht noch so manchen Gourmet-Knösterer vor eine unlösbare Aufgabe.

Aber keine Scheu vor dem Selbsttest.
Zur Not gehen Wein und Käse nach erster Enttäuschung getrennte Wege in den Magen... Wink


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Verfasst am: Fr, 04 Aug 2006, 17:11
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Das artet ja langsam in Wissenschaft aus ... nicht so wie beim Bier: Pulle auf und Kopp inn Nacken ...

Aber gut, ich werde mir beim nächsten Rebensaft auf jeden Fall ein Muhsaftendprodukt beilegen und wenigstens mal versuchen, die daraus resultierenden Geschmacksausuferungen in Worte zu fassen.


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