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Catherine Millet - Das sexuelle Leben der Catherine M.
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boris



Beiträge: 10136

Titel: Catherine Millet - Das sexuelle Leben der Catherine M.
Verfasst am: Do, 11 Aug 2005, 10:09
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Catherine Millet - Das sexuelle Leben der Catherine M.

2001 als die Bombe der französischen Literatur herausgekommen, weltweit als Skandalbuch gefeiert und mit dem "Erotic Award" ausgezeichnet (Link), beschreibt die renommierte Kunstkritikerin (Chefredakteurin des Magazins Art Press) Catherine Millet ihr - wie der Titel schon sagt - sexuelles Leben, das zugegebenermaßen sehr ausschweifend war und sich mit unzähligen Partnern, teilweise angeblich bis zu 20-30 an einem Abend auf irgendwelchen Sexparties, in Parks, auf Motorhauben, in Wohnungen, etc. etc. manifestierte.

Soweit zum "interessanten" Part der ganzen Sache, das Buch ist nämlich nur eins: langweilig.

Warum ich das überhaupt gelesen habe ? Quasi geschenkt bekommen lag das Buch einige Zeit bei mir rum, in der letzten Lektüre von Philippe Djian (s. vorheriger Artikel) wurde Millet 3-4x erwähnt und sie und ihr Buch nicht gerade wohlwollend bezeichnet (was ihr denn einfallen würde, das Buch ginge ja mal garnicht, etc.). Neugierde geweckt, Buch gelesen.

Was man Catherine Millet alles zugestanden hat: toller Stil, geniale Schreibe, super Beobachtungsgabe, etc. etc. ... es mutet ein wenig an wie ein Buch von Thomas Mann (dessen Klasse sie bei weitem nicht hat), der unfaßbar gewählt und literarisch genial formuliert, dabei aber trotzdem oft nur Langeweile verbreitet (so z.B. bei "Herr und Hund", das ich nach der Hälfte wegen akuter Überlangweilung abbrechen mußte). Was nützt mir ein super geschriebenes Buch, wenn der Inhalt Scheiße ist ?
So auch hier: der Stil ist nicht schlecht, schreiben kann sie auch, wenn man aber an allen Ecken und Enden merkt, daß sie keine Romanautorin - sondern eher Wissenschaftlerin - ist, denn sie beschreibt sämtliche Handlungen, Ereignisse und Gedanken in so kühler und lakonischer Form, als würde sie ein Telefonbuch vorlesen. Ihre Analysen über "Räume" grenzen an philosophisch-wissenschaftliche Abhandlungen und sind so uninteressant, daß sie einen die nächste Sex-Szene herbeisehnen lassen, die dann doch wieder nur aus zwar expliziten aber nur kurzen Abrissen besteht, daß man sich fragt, wo die Erotik geblieben ist.

Gerade dieser Stil, die minutiöse Beobachtung und Analyse von Körpern und Geschlechtsteilen, macht die fehlende Erotik der Schilderungen aus. Und was bleibt, wenn man 30 Seiten am Stück über Blasen, Lutschen, Lecken, Ficken, Pfählen, Beackern, Stoßen, Abspritzen und ähnliche Aktionen liest, ist wiederum ausschließlich: Langeweile.
Die kühle und distanzierte Beschreibung intimster Details (wie sie am liebsten in den Arsch gefickt wird, wie sie am besten masturbiert, wie sie einen Schwanz bläst oder Arschlöcher leckt) kommt nicht an. Wird man dann noch mit der Erweiterung und Verengung von "Räumen" genervt, die sie immer wieder beschreibt, ist es kaum auszuhalten ... LAAAAAANGWEILIG !

Daß das Buch einen Skandal hervorgerufen hat, kann man sich vorstellen, wahrscheinlich kann man hier die drastischsten und offensten Beschreibungen von Sexualität lesen, die eine Autorin jemals auf dem Buchmarkt jenseits der Schmuddelecke veröffentlichen konnte, aber wen interessiert das ?
Wer erotische Literatur lesen will (ich nicht - wenn man bei Djian einmal auf 100 Seiten eine Sex-Szene findet, ist das 1000x anregender als das ständige Herunterbeten neuer Orgien), wird hier nicht bedient. Für Leute, die sich wissenschaftlich mit Sexualität beschäftigen wollen, ist der Text vielleicht eine nette Studie, aber mehr auch nicht.

Also: Finger davon, das war vertane Zeit.


____________
beehave - home of humbug ... [we can't afford to be neutral]

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bluesky





Titel: Ist es das? "Das sexuelle Leben der Catherine M."
Verfasst am: So, 06 Sep 2009, 23:00
Beitrag
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Ich habe einen Ausschnitt und ich würde gerne wissen, ob es auf dieses Buch zutrifft, bin mir unsicher!
Wäre nett,wenn mir hier jemand weiterhilft Very Happy! Und dann evtl. noch die Stellen kennt, an denen dieses steht. Smile Dankeschön!!!!

- ALs ich sie traf war sie noch Jungfrau. Jetzt nöchte sie wohl manchmal - das einiges ungeschehen wäre. So jedenfalls scheint es mir - ab und zu. Sie hatte schon Kinder und ihr Leben ziemlich gut im Griff. Die Kinder waren auch nicht mehr klein, inzwischen sind sie schon fast erwachsen - und die Mami ist keine Jungfrau mehr, dafür schön denn je. Wie verführt man eine Jungfrau? Das weiß ich auch nicht. Ich weiß nur, dass sie von allen Mädchen die ich traf, die wenigste Erfahrung hatte, und das der Anfang mit ihr darum vielleicht so schön war. Ihre ersten Küsse waren so unbeholfen, dass ich mich verliebt habe. Dann wurde sie so natürlich mein, wie sich diese ganze Geschichte entwickelt hat.
Im Bett kan mann nichts verbergen - . und sie musste nichts verbergen. Ihr nackter Körper ist von wunderbarer Schönheit. Die Zeit kann ihr offentsichtlich nicht anhaben. Und - Sie ist eine wunderbare Geliebte, ein Naturtalent. Das wusste sie nicht und man konnte es ihr nicht ansehen - aber als wir das erste Mal Ruhe und Zeit für uns hatten, onnte sie es nicht verbergen. Sie liebt die ganz, ganz langen Anläufe - dabei hat sie eine Ruhe - seltene Ruhe, wunderbare Ruhe. Sie lässt sich Zeit.
Ihr Geheimnis ist aber diese RUhe. (Oft sind Frauen viel zu hibbelig - besonders im Bett). Ob und wie sehr sie dabeigenießt - genießen kann, weiß ich nicht. Darüber redet sie niemals. Gerne würde ich mehr über sie erfahren. Eigentlich weiß ich gar nichts über sie, außer: die lEbensumstände, wie es ihr gesundheitlich geht (".. habe gerade meine Tage"!), was die Kinder treiben, berufliches und. sonstiges. Gerne würde ich viel mehr erfahren- die wichtigen Dinge. Vielleicht sind ihr aber diese Dinge auch gar nicht so wichtig. Ein schönes Wort von ihr ist :" Man soll das nicht alles so dramatisch sehen". Vermutlich hat sie recht. Ungestört sein können wir z.Z. fast gar nicht. Darum bleiben Ihre Naturtalente schon lange wenig genutzt. Das wäre auch mein Wunsch fürs nächste Jahr: eine ungestörte Nacht, oder einen ungestörten Tag mit meiner wunderbaren Geliebten. Das ist ein Geschenk wie keines. Besondere Ideen hat meine Geliebte inzwischen zum sexuellen Teil der Beziehung zwischen mann und Frau:steife nackte schwänze mag sie nach wie vor(was ich sehr an ihr liebe), aber sie will nicht mehr fremdgehen", Dafür hilft sie gerne anderweitig beim abspritzen - onanieren. (findet das Rubbeln aber schon komisch!)Aber die Saunagänge genießen wir beide sehr. Manchmal berührt sie mene Errektion - spielt und streichelt - seltene momente wunderbarer Erfüllung.

Wenn es nicht dieses Buch ist, vielleicht wisst ihr, welches es sein könnte???!!!

Dankeschön für die Hilfe Smile!!!

Liebe Grüße!

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Rang:
ppantalone



Beiträge: 447

Titel: Re: Ist es das? "Das sexuelle Leben der Catherine M.&qu
Verfasst am: So, 06 Sep 2009, 23:08
Beitrag
Antworten mit Zitat

bluesky gab folgendes von sich:
Manchmal berührt sie mene Errektion

Das hört sich SEHR danach an, als habe es eine Frau geschrieben, warum nicht auch Catherine Millet?


____________
Nicht alles, was man nicht versteht, ist eine Frau.

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