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Brian M. Stableford - Zeitsprünge
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boris



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Titel: Brian M. Stableford - Zeitsprünge
Verfasst am: Do, 16 Jun 2016, 15:24
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Brian M. Stableford - Zeitsprünge

Ein weiterer Roman von der ominösen Liste der 100 besten SciFi-Romane.

Story: Paul Heisenberg spricht gerade vor einer Menge von 80.000 Leuten, als er sich vor deren Augen in eine silberne Statue verwandelt, was ihn umgehen zum Helden und Messias einer neuen Bewegung macht. Was passiert ist: Heisenberg hat einen Zeitsprung unternommen, an seiner Stelle blieb ein "Loch" (die Statue) zurück, erst viele Jahrzehnte später wird er an dieser Stelle wieder auftauchen. Als es soweit ist, ist die Welt eine andere, mittlerweile gibt es viele Zeitspringer und die unterschiedlichsten Gruppierungen, die dem Vorgehen in unterschiedlicher Weise gegenübersteht. Mit der Zeit kommen weitere Gruppen ins Spiel: Eine seltsame Robotergestalt sowie eine außerirdische Bedrohung.
Die Sprünge werden immer länger, der Roman erzählt die Geschichte der Evolution auf der Erde über einen Zeitraum von einer Milliarde Jahren.

Eins muss man Stableford lassen: Die erzählte Zeit in diesem Buch ist die längste, die ich jemals irgendwo erlebt habe (auch wenn immer nur punktuell kurze Ausschnitte gezeigt werden). Es geht um die Veränderungen an der Erde, einer "dritten Phase" der Evolution, in er die Welt von einem riesigen Wesen eingenommen wird, gegen das das Roboterwesen vorgeht, das die Menschen schützen will.
Zumindest ist die Idee des Zeitsprungs mal etwas anderes als das Zeitreisen, vor allem werden die damit zusammenhängenden Paradoxien umschifft, aber: Interessant ist das trotzdem nicht, Stableford verhebt sich an seiner riesigen Aufgabe gründlich. Er langweilt mit Auszügen aus Heisenbergs Buch, das niemand versteht (das kann man auch keinem verdenken) und mit platten Figuren, deren Motivation zum großen Teil im Dunkeln bleibt, genauso wie eine Erklärung darüber, warum manche Menschen überhaupt springen können und was damit bezweckt wird. Wieso es nach Millionen von Jahren immer noch Menschen gibt, die auf das Erscheinen ihre Messias warten, damit der ihnen sagt, was sie tun sollen, erschließt sich auch nicht.

Am Ende bleibt eine ganz nette Idee, aus der schlussendlich nichts wird, der anfangs viel zu oft erhobene moralische Zeigefinger, der die Zerstörung der Welt durch den Menschen anprangert und die teilweise seitenlangen Auseinandersetzungen über Ideologien der Gruppen, machen die Sache nicht besser.


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